Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach

Professor für christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen

Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, der 1937 in Dortmund geboren wurde, trat im Alter von 20 Jahren in den Jesuitenorden ein. Von 1959-72 studierte er Philosophie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften in München, Frankfurt und Bochum. Seine Studienwahl begründete Hengsbach damit, dass er seinen Glauben mit den realen Lebensverhältnissen der Menschen “erden” wollte. Nach seinem Studium promovierte Hengsbach über die “Assoziierung afrikanischer Staaten an die EG” und schrieb seine Habilitation über “Die Arbeit hat Vorrang - eine Option katholischer Soziallehre”.

Von 1985 bis zu seiner Emeritierung 2005 war er Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen Frankfurt am Main. 1992-2006 leitete er das Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts-und Gesellschaftsethik. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Politische Arbeits- und Wirtschaftsethik, die Analyse eines demokratiefähigen Kapitalismus, die Funktion der Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Einkommens- und Vermögensverteilung sowie kirchliche Arbeitsverhältnisse.

Sein bis heute andauerndes Engagement für das Weitertragen und -entwickeln eines religiös motivierten, wissenschaftlich begründeten ethischen Denk- und Forschungsansatzes, der nicht im Abstrakten verhaftet bleibt, sondern sich den sozialen Wirklichkeiten widmet und dabei den Menschen in den Mittelpunkt allen ökonomischen und politischen Bestrebens zu setzen versuchte (Laudatio auf Hengsbach von Bundesverfassungsrichterin Dr. Christine Hohmann-Dennhardt bei der Auszeichnung: “Marburger Leuchtfeuer”) wurde mit dem Gustav Heinemann Bürgerpreis und dem Regine-Hildebrandt-Preis für Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut belohnt.

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