Kein größeres Land war in den letzten Jahren so erfolgreich auf den Weltmärkten wie Deutschland. Stark steigende Exporte bei einem hohen Lohnniveau sind auf den hart umkämpften globalen Märkten nur möglich, wenn ein Land innovative Produkte mit hoher Qualität und erstklassigen Serviceleistungen anzubieten hat. All das belegt, was ich mit dem Titel meines Buches aus dem Jahr 2004 zum Ausdruck bringen wollte: “Wir sind besser als wir glauben.”
Aber es wäre falsch, sich auf den Lorbeeren des Exportweltmeisters auszuruhen. Die Exporterfolge von heute sind das Ergebnis von Investitionen in Bildung und Infrastruktur der letzten Jahrzehnte. Wer international auf Dauer erfolgreich bleiben will, muss also forstwirtschaftlich, d.h. nachhaltig, denken. Und dabei wird deutlich: Wir investieren in Deutschland viel zu wenig in die Zukunft. Bei den öffentlichen Bildungsinvestitionen liegen wir auf dem drittletzten Platz der EU-27, bei den Infrastrukturinvestitionen sind wir der Vorletzte auf der EU-27 Tabelle. Hier muss sich also einiges ändern, wenn wir unseren Spitzenplatz in der Zukunft halten wollen. Bei knappen öffentlichen Mitteln ist Eigeninitiative besonders gefragt.
Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist das von der studentischen Unternehmensberatung Contact & Cooperation organisierte Wirtschaftssymposium 2008. Ich bin überzeugt, dass es allen Teilnehmern - wie seine Vorgängerveranstaltungen - interessante Vorträge und einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis bieten wird.
Ihr Professor Dr. Bofinger. 