Innovationen bestimmen den langfristigen ökonomischen Erfolg einer Volkswirtschaft. Nicht nur die Neue Wachstumstheorie hebt die Bedeutung von Innovationen hervor. Auch die Empirie bestätigt nachdrücklich, dass Innovationen der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Firmen auf globalisierten Märkten sind. Innovative Lösungen ermöglichen es, ökonomische Knappheitsprobleme zu überwinden.
Das gilt von der Gesundheits- und der Energieversorgung über die Sicherung der Mobilität bis hin zum Klimaschutz. Mit dem Erfolg einzelner Firmen verbinden sich enorme Wachstums- und Beschäftigungspotenziale für die Volkswirtschaft insgesamt. Das schafft die unverzichtbaren Voraussetzungen für den künftigen Wohlstand der Bevölkerung. So und vielleicht nur so können die ökonomischen Kosten der demographischen Alterung gemindert und die Sozialsysteme nachhaltig finanziert werden.
Innovationen lassen sich jedoch weder verordnen noch planen. Sie sind das Ergebnis von Forschung und Entwicklung, von Bildung und Ausbildung. Die schlechte Nachricht ist, dass die Renditen von Investitionen in F&E oft weit in der Zukunft liegen. Deshalb ernten oft erst spätere Generationen die Früchte heutiger Anstrengungen.
Die gute Nachricht ist indes: Je größer der Bestand an Wissen ist, den wir heute aufbauen, desto größer wird der Strom neuen Wissens sein, der aus altem Wissen entsteht. Bildungsinvestitionen lösen einen endogenen, sich selbst verstärkenden Innovationsprozess aus. Mit dem Bildungssystem von heute werden somit die Grundlagen für Wohlstand und Wachstum in der Zukunft gelegt.
Deshalb gilt: Innovationen kosten viel. Keine Innovationen kosten mehr!
Ich wünsche dem Symposium einen guten Auftakt, aufschlussreiche Vorträge und interessante Diskussionen!
Ihr Thomas Straubhaar