„Unternehmen(s)kultur – viel Lärm um nichts?“

Wer als Unternehmer en vogue sein möchte, muss Unternehmenskultur behaupten können: Raucherpausen in muffigen Hinterzimmern werden zu Happenings mit intensiver Förderung diverser soft skills, 60-Stundenwochen zu Nachweisen einmaligen Commitments und prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu Investitionen in die eigene Karriereplanung – je mehr Anglizismen und Kürzel sich in der Corporate-DNA unterbringen lassen, desto besser.

Dabei kann es sich durchaus lohnen, das Etikett mit einem passenden Inhalt zu versehen: Der Übergang von Stechuhren zu Vertrauensarbeitszeiten, das Einbeziehen der Mitarbeiterfamilien und die enge Anbindung der Manager an die Wertvorstellungen der Eigentümer belebt das Geschäft und steigert – ganz nebenbei – die Attraktivität für talentierte Nachwuchskräfte.

Der Abstand zwischen Vision und Realität wird zur Gretchenfrage: Wie lassen sich vorbildliche Unternehmen von solchen unterscheiden, die reine Fassadenpolitik betreiben? Können Kunst und Kultur helfen, Unternehmen zu stärken und die Produktivität zu erhöhen?

Es diskutieren: Martin Drescher, Reinhard Kretschmer, Dr. Gunther Schunk, Dr. Bernhard Weber-Brosamer
Moderation: Lars Heitmüller
18.20 – 19.20 Uhr

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